10.12.2010 - 10:00 Uhr, Polizei Bielefeld
Bielefeld (ots) - Jeder Autofahrer kennt in der Vorweihnachtszeit das Problem der überfüllten Straßen, Autobahnen und Parkhäuser. Besonders erschwert wird das Fahren auf verschneiten oder spiegelglatten Fahrbahnen. Zwangsläufig bilden sich endlose Fahrzeugschlangen und Staus. Das Rangieren in Parkhäusern und auf Parkplätzen artet in Schwerstarbeit aus. Jetzt sind starke Nerven und vor allem ein gutes Auge gefragt.
Wer hat vor Fahrbahnverengungen, im Begegnungsverkehr oder bei Überholmanövern nicht selbst schon mal feuchte Hände am Lenkrad bekommen? Viele Verkehrsteilnehmer haben in den letzten Jahren den Eindruck bekommen, dass die Straßen oder die Parkbuchten immer schmaler werden. Doch dieser persönliche Eindruck täuscht. Es sind nicht die Verkehrsflächen, die enger werden, sondern die Fahrzeuge, die immer breiter werden. Hand aufs Herz: Welcher Fahrer kann von sich behaupten, die tatsächliche Breite seines Fahrzeuges zu kennen???
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!
Dieser Umstand trifft im besonderen Maße auf das Fahren in fahrbahnverengten Baustellen auf den Autobahnen zu. Die großflächige Tafel, die jeweils zu Beginn und zum Ende von Autobahnsbaustellen zu sehen ist, kennt leider jeder Autobahnfahrer zur Genüge. Auf dem Schild sind zwei versetzte Richtungspfeile zu erkennen, wobei der linke mit einer breitenbegrenzenden 2m - Kennzeichnung (Verkehrszeichen Nr. 264) versehen ist.
Jeder Fahrer, der sich mit einem Blick in seinen Kfz-Schein rückversichert und erleichtert eine Fahrzeugbreite von 1,90m feststellt, hat leider die Rechnung ohne die Außenspiegel gemacht. Wie mittlerweile auch gerichtlich bestätigt, bezieht sich die Benutzung einer auf Fahrzeugbreiten von 2 m beschränkten Baustellenspur nur auf die tatsächliche Breite des Fahrzeuges. Wer sich also nicht sicher ist, müsste schon zum Zollstock greifen, um nicht ein Bußgeld von 20 Euro zu riskieren. Besonders gefährdet sind hier die Fahrer von Klein-LKW, im Volksmund auch "Sprinter" genannt, die mit ihren großen Außenspiegeln locker die zwei Meter übertreffen.
Abgesehen von der tatsächlichen Überbreite dieser Wagen, erzeugen sie bei Überholen in Baustellen bei den anderen Fahrern ein, gelinde gesagt, beklemmendes Gefühl, wenn nicht sogar ein bedrohliches. Die Überholaktionen können bei unsicheren Fahrern zu plötzlichen Ausweichmanövern führen, die in engen Baustellen fatale Folgen nach sich ziehen. Im Zweifelsfall besser entspannt die rechte Spur nutzen und auf riskante Überholmanöver verzichten.
Originaltext: Polizei Bielefeld
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